Biologisch

Heute sind wir alle von der Notwendigkeit bewusst, dass wirtschaftliche und kommerzielle Entscheidungen getroffen werden müssen, die die Auswirkungen auf die natürliche Umwelt berücksichtigen.
Die Landwirtschaft ist eine vom Mensch ausgeführte Tätigkeit, die eine direkte Auswirkung auf Boden, Pflanzen und Tierwelt hat.
Die industrialisierte Landwirtschaft hat in den letzten Jahrzehnten hervorragende Ergebnisse im Hinblick auf die Produktionsmenge erzielt; Diese wirken jedoch sehr stark und oft negativ auf das natürliche Gleichgewicht der Umwelt ein.
Der Konsum von biologischen und biodynamischen Produkten ermöglicht eine landwirtschaftliche Tätigkeit, dass das natürliche Gleichgewicht der Umwelt nicht nur im Interesse der heutigen, sondern auch aller zukünftigen Generationen gewährleistet.

Die biologische Landwirtschaft verwendet nur natürliche Düngemittel (Mist, Mineralstoffe, Kompost) und vermeidet so die Verarmung des Bodens und die Verschmutzung des Grundwassers.
Anstelle von Pflanzenschutzmitteln werden agronomische Techniken verwendet, die für die Steigerung der Bodenfruchtbarkeit und die Erhaltung des Ökosystems sorgen und das Gleichgewicht zwischen den verschiedenen Pflanzen- und Tierarten erhalten.
Konservierungsstoffe und Farbstoffe, wie viele andere chemische Komponenten, die heute gewöhnlich in unseren Lebensmitteln zu finden sind, sind bei der ökologischen Verarbeitung nicht erlaubt.
Dieser landwirtschaftliche Ansatz unterscheidet sich von der „industriellen” Produktion, die eher niedrige Kosten und hohe Erträge anstrebt als sich stattdessen auf die Qualität der Produkte und den Schutz von Umwelt und Gesundheit zu konzentrieren.


Natürliche Lebensmittel
Das Idee von „natürlichem Essen“ ist in der Werbung weit verbreitet und ist oft von einem poetischen Appell an die guten alten Zeiten und an die guten Aromen der Vergangenheit begleitet. Trotz der schönen Bilder unterscheiden sich in der Wahrheit solche Lebensmittel sehr stark von ihrer Präsentation. Aber was bedeutet der Begriff „natürliches Essen“? Heutzutage existiert kein Gesetz, das es erklärt und die Verwendung des Begriffs regelt.
Ökologische Lebensmittel
Das Wort „ökologisch” wird oft von denjenigen verwendet, die ihre Produkte als „umweltfreundlich” präsentieren: es gibt trotzdem kein Gesetz, das die Eigenschaften solcher Lebensmittel bestimmt. Als Konsequenz, kann diesen Begriff unterschiedslos verwendet werden und bietet daher keine Garantie zum Schutz des Verbrauchers.
Vollwertkost
Vollwertkost werden allgemein als „nicht raffiniert” Produkte verstanden. Zum Beispiel, wären Vollkorngetreide nicht raffiniert, weil sie nicht von der äußeren Kutikula und der Kleie gereinigt werden. Vollwertkost können sowohl aus ökologischer als auch aus konventioneller Landwirtschaft stammen, so dass der Begriff „Vollwertkost” zu Missverständnissen führen kann, d.h. Herkunft und Anbaumethode sind nicht klar.
Lebensmittel aus integrierte Schädlingsbekämpfungsmethode
Es handelt sich um eine Methode, die es erlaubt, den Einsatz von Schädlingsbekämpfungsmitteln in der Landwirtschaft zu reduzieren, ohne sie komplett zu beseitigen. Das erfolgt dank dem rationelleren Einsatz von den oben benannten Mitteln und unter Verwendung natürlicher Feinde von Schädlingen; es wird auch eine „chemische” Düngung auf traditionelle Art und Weise erlaubt.
Im Moment gibt es keine spezifische Gesetzgebung oder Zertifizierung der so erhaltenen Produkte.
Lebensmittel aus biologischem Anbau
Wie bereits erwähnt, werden diese Lebensmittle in Übereinstimmung mit den EU-Vorschriften hergestellt, die:

  • die Verwendung synthetischer Chemikalien ausschließen;
  • die Verwendung von ausschließlich biologischen oder mineralischen Düngemitteln, natürlichen Arzneimitteln und schonenden Verarbeitungstechniken erlauben;
  • Kontrollen durch spezialisierte Fachstellen erfordern;
  • die Verwendung des Begriffs „Biologisch” nur zulassen, wenn die Produkte die Kontrollen bestanden haben und bestimmte Merkmale aufweisen.
Lebensmittel aus biodynamischen Anbau
Die biodynamische Landwirtschaft, die aus den Lehren von Rudolf Steiner stammt und jahrzehntelang experimentiert wurde, betrachtet den landwirtschaftlichen Betrieb als autarken lebenden Organismus und berücksichtigt die astronomischen und lunaren Zyklen im Arbeitskalender. Sie verwendet jedoch alle Techniken der ökologischen Landwirtschaft, sowie mehrere andere, wie biodynamische Präparate, die jedoch nicht im Konflikt mit dem ökologischen Ansatz sind.
Diese Produkte weisen alle Eigenschaften der Produkte auf, die aus biologischem Anbau stammen und unterliegen dem gleichen Kontroll- und Zertifizierungssystem.
Darüber hinaus garantiert die auf dem Etikett abgebildete Marke „Demeter”, dass mindestens 90% der Zutaten biodynamische Ursprung haben, nach den Kontrollen, die vom Demeter-Verband jedes Landes durchgeführt werden.


Diese Methode entstand von vielen Jahren, aus dem Glauben dass es möglich ist, Nahrungsmittel unter Berücksichtigung der Umwelt und der menschlichen Gesundheit zu produzieren, und zugleich eine wirtschaftlich nachhaltige Tätigkeit zu erstellen.
Die Methode wurde Schritt für Schritt genauer definiert, bis hin zur Regelung durch ein Gemeinschaftsgesetz.
Hauptparameter, die die ökologische Produktion beachten muss:

  • um als ökologisch erklärt zu werden, müssen die Produkte in Böden angebaut werden, in denen die Verwendung synthetischer Chemikalien je nach Kulturpflanze für einen variablen Zeitraum ausgesetzt wurde. Die Übergangszeit vom konventionellen zum biologischen Anbau wird als „Konversionszeit” bezeichnet;
  • Anbauflächen müssen klar von Grundstücken mit nicht ökologischer Produktion getrennt sein;
  • die Verwendung von chemischem Dünger ist verboten. Die Fruchtbarkeit des Bodens wird durch Fruchtwechsel, Tierdünger und anderes organisches Material erlaubt;
  • jedes chemische Pestizid ist verboten. Pflanzenkrankheiten und Schadinsekten werden mit natürlichen Methoden bekämpft;
  • die Gesundheit der Tiere wird durch eine gesunde Umwelt geschützt und sie werden mit homöopathischen Mitteln behandelt;
  • es müssen spezielle Verfahren eingeführt werden, um eine Kontamination der Produkte während der Verpackung, dem Transport und Verkauf zu verhindern;
  • jede Phase der Produktion (Anbau, Verarbeitung, Verpackung usw.) unterliegt Kontrollen.
    Hersteller, die an diese Methode glauben, achten immer darauf, ihre Arbeit zu verbessern und sprechen sich gegen genetische Veränderungen aus.


Kontrollen sind die wahre Garantie des Verbrauchers. Sie werden von Behörden durchgeführt, die vom Ministerium für landwirtschaftliche Ressourcen gemäß der EG-Verordnung durch spezialisierte Techniker und akkreditierte Laboratorien autorisiert sind. Jede Kontrollstelle hat ihren eigenen Code, der auf dem Etikett der kontrollierten Produkte zu finden ist.


Nur zertifizierte Produkte können die Aufschrift „aus biologischem Anbau” aufweisen. Bei Produkten mit mehreren Zutaten müssen mindestens 95% der Zutaten ökologisch-zertifiziert sein, damit sich diese Formulierung auf das Produkt als Ganzes bezieht. Zusätzlich müssen auf den Etiketten erscheinen:

  • das BIO Logo;
  • Herkunftsangabe;
  • der Code der Kontrollstelle;
  • Herstellercode;
  • Referenz in der Verkaufsbeschreibung;
  • Referenz in der Zutatenliste.

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